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die NSDAP nicht mehr als 43,9% und brauchte zur Regierungsmehrheit noch die 8% der DNVP. Alle späteren ‚Wahlen’ wie die von 1936 dürfen wir vergessen, denn sie verdienen diese Bezeichnung nicht. Nein, nicht alle Deutschen waren 1933 in ‚Aufbruchstimmung’, nicht die Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftler und andere Regimegegner, die schon bald in die Folterkeller der Gestapo verschwanden, nicht die Mitbürger jüdischen Glaubens, deren Geschäfte schon am 1. April 1933 in aller Öffentlichkeit und für jeden sichtbar boykottiert wurden, auch nicht jene, die sehen wollten, was zu sehen war, auch wenn sich Auschwitz noch niemand vorstellen konnte. Ich möchte wünschen, dass Pfarrer Hütwohl spätestens zu diesem Zeitpunkt nachdenklich geworden ist, auch dass das Denken inzwischen gefährlich war. Zweifellos waren es viel zu wenige, die ahnten, dass dieser ‚Aufbruch’ nur einige Jahre später in einer Trümmerwelt mit Millionen hingemordeter Menschen enden würde. Ich bin dankbar, dass unser Bistum nun endlich beginnt, diese dunkle Epoche unserer Geschichte wissenschaftlich aufzuarbeiten und empfehle sehr die Lektüre der von Matthias Ring herausgegebenen alt-katholischen Hirtenbriefe und Bischofsworte im Dritten Reich "...dass auch wir mitschuldig geworden sind". Und mein besonderer Dank gilt unserem Bischof und der Synode 2000 für das Schuldbekenntnis und den Satz "Wir stehen zum Versagen unserer Kirche". Gertrud Lüdiger |
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