Der Gemeindebrief
Ausg. 15 April - Juni 2003
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des Kapitalismus und des Judentums. ..." Das lässt wohl kaum an Deutlichkeit zu wünschen übrig. Wer lesen kann, der lese!

Die SA aber war nichts anderes als eine terroristische Schläger-Bande für den Straßenkampf sowohl gegen die Staatsgewalt als auch gegen jeden politischen Gegner.

Die Kirchen bekamen Hitler und seine Partei erst nach dem spektakulären Wahlsieg 1930 in den Blick; für die römisch-katholischen Bischöfe war es keineswegs einfach, zu einer einheitlichen Stellungnahme zu gelangen. Zuerst verlautete aus Mainz schon im September 1930, kein Katholik dürfe Mitglied der NSDAP sein, in Uniform an kirchlichen Veranstaltungen teilnehmen und so zu den Sakramenten zugelassen werden. Erst Mitte August 1932 erklärte die gesamte Bischofskonferenz die Zugehörigkeit für "unerlaubt", da diese Partei "Irrlehren" verkünde und "glaubensfeindlichen Charakter" hätte. Die Verweigerung der kirchlichen Bestattung des Bottroper SA-Mannes ist sehr wahrscheinlich in diesem Zusammenhang zu sehen und keinesfalls als "Fehlverhalten" zu bezeichnen. Diese Einstellung änderte sich dann allerdings, nachdem Hitler auf legalem Wege Reichskanzler geworden war. Mit der neuen Regierung konnte der Vatikan endlich das Ziel eines Reichskonkordats verwirklichen, was in den Jahren der Weimarer Republik nicht gelungen war.

Übrigens wurde Friedrich von Bodelschwingh zwar von den evangelischen Landeskirchen zum Reichsbischof vorgeschlagen, doch scheiterte seine Wahl am Widerstand der "Deutschen Christen".

Bei wirklich freien Reichstagswahlen erlangte die NSDAP im Juli 1932 mit 37,3% ihr bestes Ergebnis. Die Wahlen im März 1933 mag man kaum noch als frei betrachten, doch trotz des brutalen SA-Terrors erreichte


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